Der Hausstrand von Burgau war zwar recht nett, uns zog es aber gleich vormittags an den versteckten Strand Boca do Rio zwischen Burgau und Salema, wo wie der Name schon sagt, ein kleiner Fluss ins Meer mündet.
Auch hier waren kaum Menschen, nur 2-3 Individualtouristen, die sich dieses Plätzchen als Stellplatz für ihre Wohnwägen ausgesucht hatten. Neben der Bucht wanderten wir höher auf die Klippen, um die Aussicht genießen zu können.
Wir spazierten herum, genossen den tollen Ausblick, doch der Wind an dieser ungeschützten Bucht war sehr stark weshalb es uns zum Sonne tanken in das nächste Fischerdorf SALEMA verschlug mit seinem großen perfekten Strand.
Michi ließ es sich nicht nehmen hier in den Atlantik schwimmen zu gehen, auch wenn das Wasser mehr als kalt war.
Ein leckeres Mittagessen gabs im Strandrestaurant (Stockfisch und Calamari) , aber nur für uns, nicht für den listigen Bettler vom Dach! :D
Auch am Nachmittag konnten wir den Strand bei tollem Wetter in vollen Zügen genießen, wobei wir uns die Laune auch nicht von einem verdächtigen unsympathischen D&G Typen verderben ließen, der immer wieder um die geparkten Autos am Strand herumschlich. Ich war aber anscheinend doch zu übereilig mit meinen Verdächtigungen, denn passiert ist nichts.
Kreativ waren wir auch noch und bauten hier spontan Obidos nach. Ein Meisterwerk! (?)
Nach soviel Entspannung verabschiedeten wir uns vom schönen SALEMA und fuhren nach SAGRES (SAGRESCH, wie das Bier :D ) wo wir gleich die Forteleza, die Festung besichtigten, welche die Ponta de Sagres vom Festland trennt. Auf dieser Halbinsel soll bis 1460 die berühmte Seefahrtsschule Heinrichs des Seefahrers beherbergt gewesen sein, es ist zwar eine Legende, trotzdem wird dieser Ort auch heute noch als Keimzelle der portugiesischen Entdeckungsfahrten gepriesen.

Der Blick auf die bis zu 70m hohe Steilküste war atemberaubend schön.
Der heutige Leuchtturm dort ist übrigens der lichtstärkste Europas. Sein Leuchtfeuer ist auch in 90 km Entfernung noch zu erkennen.
Von hier aus kann man auch Cabo de Sao Vicente sehen, die felsige Halbinsel westlich von Sagres, welche schon seit Urzeiten eine wichtige Landmarke der Seefahrer war. Diese besuchten wir etwas später am Abend, weil der Sonnenuntergang hier wunderschön sein soll.
Leider war es dann doch etwas bewölkt und die Sonne ging ohne uns hinter einer dicken Wolkendecke unter. Die Stimmung war aber trotzdem sehr fesselnd, als sich ein paar Leute hier auf dieser Halbinsel zusammenfanden um diesem Schauspiel beizuwohnen. Cabo de Sao Vicente wurde von den Römern Promontorium sacrum (Heiliges Vorgebirge) genannt, als magischer Ort und das Ende der Welt, an dem die Götter wohnen und die Sonne im Meer versinkt.
Dieser Ort ist nicht nur magisch und schön, sondern auch der mit Abstand windigste, den man sich vorstellen kann - selbst im Hochsommer empfiehlt es sich, eine Jacke mitherzubringen, nicht umsonst stehen in der Saison auf der Zufahrtsstraße auch Verkaufsläden für Wollwesten und Jacken.
Der heutige Leuchtturm dort ist übrigens der lichtstärkste Europas. Sein Leuchtfeuer ist auch in 90 km Entfernung noch zu erkennen.
Abendessen gabs anschließend im besten Restaurant von ganz Sagres, dem Vila Velha, welches nicht nur tolles Ambiente sondern auch wirklich gutes Essen bot. Dass es sich noch dazu gleich neben unserer Herberge befand war ein netter Zufall. Bei Nudelgerichten (einmal mit Scampi und Seeteufel, einmal mit Waldpilzen und Gemüse) ging also ein weiterer toller Tag in Portugal zu Ende.



























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