Dienstag, 12. Mai 2009

TAG 6

Tag 6 begann mit einem nicht besonders aufregenden Frühstück (Es muss einmal gesagt werden, die "Giesen" haben von Kaffee KEINE AHNUNG!!! Wieso ihnen eine ähnliche Kaffeehauskultur wie uns nachgesagt wird ist uns ein Rätsel! Haben es nicht geschafft, ein annähernd trinkbares Gebräu zu finden. Dafür können wir das Klischee, dass das Essen in Portugal kein kulinarisches Erlebnis sein soll, überhaupt nicht nachvollziehen, waren immer mehr als zufrieden mit der Küche.).

Bevor wir uns heute endgültig vom Aletenjo (Landesteil Zentralportugal) verabschiedeten hatten wir noch die Cromeleque dos Almenderes auf dem Programm, eine steinzeitliche Kultstätte 13km westlich von Evora. Selbst für portugiesische Straßenverhältnisse (Kopfsteinpflaster, Schlagloch-in-Schlagloch) war die Zufahrt zu dieser wohl nicht sehr berühmten Touristenattraktion eine Katastrophe. Tiefe Schlaglöcher gabs auch hier alle paar Meter, noch dazu jedoch auf einer unbefestigten Sand-Dreck-Schotterstraße. Wir wollten kurz vor dem Ziel (was wir ja nicht wussten) schon aufgeben aus Angst um unser ohnehin schon etwas gebrechliches Fahrzeug (Baujahr 2006, aber stoßdämpfertechnisch ein Wrack), haben uns aber doch noch überwunden und es hat sich gelohnt: Diese Stätte ist wahrlich sehr mystisch und jedenfalls einen Besuch wert. Was hier im Laufe der Zeit schon "getrieben" wurde ;) wollen wir gar nicht so genau wissen, Fakt ist jedoch dass einige Steine mit Symbolen gekennzeichnet sind, diesen werden magische Wirkungen (insbesondere was die Steigerung der Fruchbarkeit betrifft) zugeschrieben.



Weil wir schon da waren, gaben wir (besonders Michi) auch dem ganz in der Nähe aufgestellten Grande menier dos Almendres, einem großen Phallussymbol, die Ehre.


Für den Rest des Tages hatten wir uns Fahrt und Aufenthalt an der Algarve vorgenommen. Ursprünglich planten wir ja die teure Autobahn zu vermeiden, nach einer Stunde schlimmste Hüpflandstraße entschieden wir uns doch um und düsten auf A2 und A22 nach ALBUFEIRA, wo wir aber nur kurz zum Fotografieren stoppten, es zog uns nämlich noch westlicher, wo der Himmel doch wolkenloser zu sein schien.


In LAGOS (= LagoSCH!) übereugte dann der Praja meia mit seinem wundervollen Sand und türkisen Wasser. Somit verbrachten wir den Nachmittag am Strand mit Faullenzen und Sonne genießen. Naja ich zumindest, Michi war ein wenig übermotiviert.


Abends spazierten wir noch durch die Stadt und aßen Pizza.


Schließlich machten uns schlussendlich auf den Weg in das Fischerdorf BURGAU, wo wir ein Hotelzimmer mit wundervollem Meeblick ergatterten. Vorteil der Vorsaison: Auch hier kaum Touristen, einsame Gässchen, noch einsamerer Strand. Herrlich!



Abends in einer der (trotz Vorsaison geöffneten, ebenfalls etwas einsamen) Dorfbars ließen wir den Tag bei Cocktails ausklingen. Hier tauchten dann doch ein paar Touristen (very british) auf - Camilla war auch dabei!



Alles in allem ist Burgau ein zuckersüßes Dörfchen an der Westalgarve mit netten Einwohnern, kaum Touristen, eine richtige Wohlfühloase.


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